von Katharina Kehraus
Was versteckt sich in Ihrem IT-Schrank?
Wann haben Sie das letzte Mal diesen einen Schrank geöffnet, über den Sie lieber nicht nachdenken?
Sie wissen genau, welchen ich meine. Die Tür schließt problemlos und beim Vorbeigehen fällt nichts heraus – aber man öffnet ihn nur, wenn es wirklich sein muss.
Darin liegt eine Mischung aus Dingen, von denen Sie nicht wissen, was Sie damit tun sollen, die Sie aber „irgendwie brauchen“. Dinge, die man schnell hineinwirft, wenn Besuch kommt. Nicht überfüllt – nur vollgestopft. Und weil der Inhalt aus dem Blickfeld ist, gerät er auch aus dem Sinn.
Genau so entsteht IT‑Unordnung in den meisten Unternehmen. Von außen wirkt alles ordentlich, aber innen herrscht ein Chaos aus Entscheidungen, Workarounds und alten Systemen.
Wie scih IT-Chaos unbemerkt ansammelt
Es beginnt harmlos:
Ein neues Tool für ein Problem.
Ein weiteres System, weil das Unternehmen wächst.
Ein schneller Workaround in stressigen Zeiten.
Eine alte Anwendung, die „schon immer da war“.
Jede Entscheidung ist logisch – im Moment. Aber niemand betrachtet das Gesamtbild. Und weil nichts offen kaputt ist, besteht kein Druck, aufzuräumen.
Was sich typischerweise im IT-Schrank findet
- Tools, die niemand mehr aktiv nutzt
- Mehrere Systeme für dieselbe Aufgabe
- Alte Software, die „schon immer da war“
- Zugänge ehemaliger Mitarbeiter:innen
- Provisorien, die inzwischen fester Bestandteil des Betriebs wurden
Warum versteckte IT-Unordnung das Unternehmen bremst
Chaos führt selten zu einem großen Ausfall – es führt zu Reibung:
Unsicherheit, welches System zu nutzen ist.
Längere Entscheidungen durch verstreute Informationen.
Zeitverschwendung für Tools, die keinen Wert mehr schaffen.
Kosten, die unauffällig steigen.
Das alles wirkt harmlos – bis es sich summiert.
Das Risiko, nie aufzuräumen
Alte Systeme werden schwerer zu unterstützen.
Provisorien vergisst man – bis sie plötzlich kritisch werden.
Und Überraschungen kommen selten zu einem guten Zeitpunkt.
Frühjahrsputz in der IT heißt nicht, bei null zu beginnen
Es geht nicht um radikales Entfernen, sondern um:
- Bewusste Entscheidungen
- Struktur
- Klare Prioritäten
Das Ziel ist Klarheit, nicht Chaos.
Das ist der wahre ROI:
Du wirst innerlich leichter.
Platz für Wachstum schaffen
Teams finden schneller, was sie brauchen.
Systeme unterstützen Entscheidungen statt sie zu verlangsamen.
Veränderungen fühlen sich kontrollierbar an.
Der erste Schritt: Sichtbarkeit
Öffnen Sie erst einmal die Tür.
Schauen Sie hin: Was nutzen Sie wirklich? Was ist doppelt? Was ist vergessen?
Ich freue mich darauf, schon bald mit Ihnen persönlich zu sprechen!